
Abstand © Stadt Rosenheim
Mehr Miteinander im Straßenverkehr
ADFC, ADAC und Stadt Rosenheim appellieren für ein faires Miteinander im Straßenverkehr
Auf Initiative des Radverkehrsbeauftragen Olaf Fröhlich haben sich der ADAC, die Stadt Rosenheim und der ADFC zu einer Kampagne verbunden, um für ein besseres Miteinander im Straßenverkehr zu werben. Dabei stehen 4 Themen im Fokus:
1. Mehr Abstand beim Überholen von Radfahrenden. Die Gesetzeslage sieht mindestens 1.5m innerorts und 2m außerorts vor. Diesen Abstand einzuhalten würde die Gefährdung der Radfahrenden reduzieren, ihr Gefährdungsempfinden senken und die Bereitschaft auf's Rad umzusteigen steigern. Die Folge? Weniger Stau, bessere Luft, mehr Gesundheit. Eine Win-Win-Situation für alle. Die reale Situation schaut leider oft genug anders aus.
2. Kein Queren roter Ampeln. Egal ob als Autofahrer, Radfahrer oder Fußgänger. Speziell Radfahrer und vor allem Fußgänger nehmen das Rot oft nicht ernst. Und gefährden damit sich selbst und andere (die unerwartet reagieren müssen). Sich an diese Verkehrsregel zu halten hiflt also ebenfalls allen Beteiligten. Es kostet nur wenig Zeit, bietet aber viel mehr Sicherheit. Hier noch eine interessante Studie zu Rotlichtverstößen.
3. Abgelenkt durch App-Nutzung. Speziell beim Autofahren ist die Nutzung von Apps kritisch. Ein kurzer Blick auf's Handy bedeutet Blindflug im Straßenverkehr. Zusammen mit der hohen Geschwindigkeit von Kraftfahrzeugen und ihrer Masse eine hohe Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer. Aber auch Fußgänger oder Radfahrer können als “Smombies” sich selbst und andere gefährden. Dann besser Sprachassistenten benutzen oder die Smartphonenutzung pausieren. In anderen Ländern ist das sogar vorgeschrieben.
4. Licht einschalten. Speziell Radfahrer sollten diese einfache Maßnahme beherzigen. Sie sind sonst kaum zu erkennen wenn es dunkel ist, regnet oder schneit. Die Beleuchtung hilft nicht nur ihnen selbst, sondern auch anderen Verkehrsteilnehmern. Aber bitte STVO-konform, also mit zugelassenen Leuchten, die blendfrei eingestellt sind, was immerhin 78% der Radfahrenden wohl beherzigen, aber 10% von ihnen ganz ohne und 12% mit ungenügender Beleuchtung ignorieren. Auch Fußgänger profitieren von einer besseren Erkennbarkeit. Dunkle Kleidung kann durch Reflektorstreifen oder aktive Beleuchtung per Taschenlampe aufgewertet werden, sinnvoll auch wenn es dafür keine Vorschrift gibt. Dazu hier eine Studie aus Österreich. Interessant ist auch, dass immerhin jedes vierte Kraftfahrzeug in einer Erhebung von 2025 eine ungenügende Beleuchtung aufwies.






